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15. Juni 2009 | Die Amortisationslüge oder wie man richtig rechnet

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Pressemitteilung des Internationalen Instituts für Facility Management zum Thema Investitionsamortisation


Die Anbieter verschiedenster Sparmaßnahmen multiplizieren sich in einem Markt, der in Krisenzeiten auf Sparkurs geht. Die Angebote über alle möglichen Investitionen, von Wärmepumpen über Dimmlight-Steuerungen für Strassenbeleuchtung bis hin zu energiesparende Glasfolien die sich in einigen Jahren auszahlen/amortisieren sollen, oder gar zum Betriebsergebnis beitragen sollen sind endlos. Auch die Musterrechnungen der entsprechenden Anbieter scheinen einen wasserdichten Vorteil auszuweisen. Die Frage hier ist jedoch nicht, wann sich die Investitionssumme amortisiert, sondern wann und ob sich der gesamte Aufwand lohnt.

Klar, werden in Notzeiten alle nur erdenklichen Einsparpotenziale auf ihre Wirksamkeit hin abgeklopft, jedoch ist auch hier nicht alles Gold, was glänzt. Auf die korrekte Rechnung kommt es an. So sind beispielsweise beim Einbau einer Wärmepumpe in ein Einfamilienhaus zwar die Energie- und Betriebskosten wesentlich niedriger als bei konventionellen Heizsystemen (ÖL, Gas), die Kapitalkosten jedoch sehr viel umfangreicher. Und genau hier ist der sogenannte Wurm in den Rechnungen so vieler Kostenverantwortlichen, denn Kapitalkosten sind, genau wie Betriebs- und Energiekosten, über die gesamte Laufzeit mit in die Kalkulation einzubeziehen.

Leider jedoch muss man feststellen, dass sich in den Beispielkalkulationen eine fatale Ungenauigkeit eingeschlichen hat, denn oftmals wird der Betriebskostensenkung die bloße Investitionssumme gegenübergestellt. Das ist jedoch nicht ganz korrekt. Vielmehr wäre an dieser Stelle der gesamte Aufwand, den die Investition jährlich auslöst, dem gegenüber zu stellen. Das bedeutet, für das Beispiel einer Wärmepumpe, dass nicht nur die Anschaffungs- und Installationskosten anzusetzen sind, sondern eben auch die Kapitalkosten für Fremd- und/oder Eigenkapital, die Abschreibungen, die Instandsetzung und die Betriebs- bzw. Wartungskosten in die Kalkulation mit einbezogen werden müssen. So amortisiert sich, um beim obigen Beispiel zu bleiben, eine Wärmepumpe, die in der Anschaffung 4.000 € kostet, bei einer Betriebskostensenkung von 190 €/a und einer Energieeinsparung von 210 €/a nicht etwa nach 10 Jahren Laufzeit, sondern erst viel später, da quasi auf Seiten der Anschaffungskosten keine Finanzierungszinsen, Abschreibung in Form von Rückstellungen usw. einbezogen wurden. Hat die Wärmepumpe nun eine Höchstlaufzeit von 15 Jahren, kann es leicht passieren, dass sich die zwar politisch korrekte Anschaffung finanziell leider doch nicht lohnt, sondern im (nicht seltenen!) Extremfall sogar zusätzliche Kosten verursacht.



Die Pressemitteilung

Diesen Pressebericht stellen wir Ihnen als Word-Dokument gerne zur Verfügung.

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